Die Förderung für eine moderne, klimafreundliche Wärmepumpe bleibt auch 2026 mit den neuen Förderbedingungen attraktiv. Doch es ist eine zeitliche Komponente hinzugekommen, die den Zuschuss alle sechs Monate verringert. Wer sich schnell entscheidet, profitiert durch bessere Konditionen. In diesem Beitrag zeigen wir Ihnen, wie die neue Förderung für Wärmepumpen 2026 aussieht und wie sie sich künftig verändern wird.

So viel Förderung erhalten Sie für eine neue Wärmepumpe 2026
Seit dem 21.07.2026 gilt die neue Förderrichtlinie der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG). Die wesentlichen Änderungen beim Heizungstausch sind geringere maximal förderfähige Kosten, ein reduzierter Klimageschwindigkeitsbonus, eine Staffelung des Einkommensbonus und geplante Absenkungen beim Klimageschwindigkeitsbonus und der maximal förderfähigen Ausgaben.
Die Grundförderung für den Tausch einer alten Heizung mit fossilen Brennstoffen liegt weiterhin bei 30 Prozent.
Der Klimageschwindigkeits-Bonus für den Austausch einer funktionsfähigen Öl- oder Gasheizung beträgt 16 Prozent, statt bisher 20 Prozent.
Der Einkommens-Bonus ist jetzt in drei Stufen gestaffelt. Bis zu einem zu versteuernden Jahreshaushaltseinkommen von maximal 30.000 Euro beträgt der Bonus 40 Prozent. Liegt das Einkommen zwischen 30.001 und 40.000 Euro, beträgt der Zuschuss 30 Prozent. Mit mindestens einem Kind unter 18 Jahren erhöht sich der Zuschuss auf 40 Prozent. Beträgt das Einkommen zwischen 40.001 und 50.000 Euro, wird ohne Kind ein Bonus von 10 Prozent und mit Kind ein Bonus von 30 Prozent gezahlt. Wer ein Einkommen zwischen 50.001 und 60.000 Euro hat, erhält mit mindestens einem Kind noch einen Bonus von 10 Prozent.
Der bisher gewährte Effizienzbonus für Wärmepumpen mit natürlichem Kältemittel ist komplett entfallen. Natürliche Kältemittel, z. B. Propan (R290), werden ab dem 01.01.2028 zur Voraussetzung für die Förderung einer Wärmepumpe.
Bei einem Einfamilienhaus können maximal 28.000 Euro als förderfähige Ausgaben berücksichtigt werden. Die Förderung beträgt maximal 70 Prozent der Kosten für den Heizungstausch. Für Haushalte mit einem Einkommen von 30.000 bis 40.000 Euro mit Kind erhöht sich die maximale Förderung auf 80 Prozent. Damit kann der Zuschuss für den Heizungstausch maximal 19.600 Euro bzw. 22.400 Euro betragen.
Die KfW gewährt zusätzlich zu dem genannten Zuschuss für den Heizungstausch einen Ergänzungskredit. Diesen können Privatpersonen beantragen, die eine Zuwendungszusage der KfW oder einen Zuwendungsbescheid des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) für eine BEG-Einzelmaßnahme vorweisen können. Für den zinsgünstigen Kredit können bis zu 120.000 Euro aufgenommen werden.
Geplante Reduzierung der Zuschüsse
Bei der neuen Förderung für Wärmepumpen sinkt der Zuschuss schrittweise. Ab dem 01.02.2027 werden die maximal förderfähigen Ausgaben um 750 Euro reduziert. Diese Kürzung erfolgt alle sechs Monate, jeweils zum 01.02. und 01.08. Am 01.08.2030 liegt der Betrag schließlich bei 22.000 Euro.
Der Klimageschwindigkeits-Bonus wird ab dem 01.02.2027 um vier Prozentpunkte reduziert. Dieser Schritt erfolgt ebenfalls halbjährlich. Damit wird dieser Bonus maximal bis zum 01.08.2028 ausgezahlt.
Ab dem ersten Quartal 2027 sinkt die Grundförderung von 30 auf 15 Prozent. Für Wärmepumpen, die in der EU hergestellt werden, gibt es jedoch einen Wertschöpfungs-Bonus. Dadurch kann die Förderung wieder auf 30 Prozent steigen.
Wenn die Zuschüsse wie geplant sinken, wird der Einbau einer Wärmepumpe teurer. Das gilt vor allem dann, wenn die Anbieter ihre Preise nicht entsprechend senken.
Wie erhalten Sie Ihre Förderung?
Als Eigentümerin oder Eigentümer eines Einfamilienhauses können Sie die Förderung über die KfW beantragen.
Die Förderung Ihrer neuen Wärmepumpenheizung beginnt damit, dass Sie einen Energieberater oder ein Fachunternehmen beauftragen. Dieser erstellt bei der KfW eine Bestätigung zum Antrag (BzA), die die Angaben zu der geplanten Heizung, den förderfähigen Gesamtkosten und eine Bestätigung über die Einhaltung der technischen Mindestanforderung enthält.
Der Vertrag mit Ihrem Fachunternehmen muss so gestaltet sein, dass er erst in Kraft tritt, wenn Sie die Zusage zur Förderung von der KfW erhalten. Diese sogenannte aufschiebende oder auflösende Bedingung sollte den Handwerksbetrieben bekannt sein.
Im nächsten Schritt müssen Sie sich im Kundenportal der KfW registrieren und den Antrag stellen. Für den Antrag benötigen Sie die Identifikationsnummer, die Ihr Energieberater oder Fachunternehmen mit der BzA erhalten hat. Nachdem Sie die Zusage erhalten haben, kann der Einbau Ihrer Wärmepumpe beginnen. Am Ende bestätigt der Energieberater oder das Fachunternehmen die ordnungsgemäße Durchführung der Installation. Sie müssen sich identifizieren und alle Nachweise über ihren registrierten Zugang bei der KfW einreichen.
Anschließend prüft die KfW Ihre Angaben und die Einhaltung der Fördervoraussetzungen. Wenn alles passt, erhalten Sie den Zuschuss zur Mitte oder zum Ende des Monats ausgezahlt.
Voraussetzungen für die Förderung einer Wärmepumpe 2026
Das Grundstück, auf dem die Wärmepumpe installiert werden soll, darf nicht durch einen Anschluss- und Benutzungszwang für einen Anschluss an ein Wärmenetz vorgesehen sein. Es darf auch keine rechtsverbindliche Erklärung eines Wärmeversorgers vorliegen, das Grundstück innerhalb der nächsten drei Jahre an ein Wärmenetz anzuschließen.
Die Förderung erhalten Sie für
- elektrisch angetriebene Wärmepumpen als alleinigen Wärmeerzeuger oder
- für bivalente Wärmepumpen-Hybridheizungen, die eine förderfähige Wärmepumpe und einen nicht förderfähigen zweiten Wärmeerzeuger in einem Gerät verbinden. Bei Hybridkompaktgeräten sind nur die anteiligen Kosten der Wärmepumpe förderfähig. Diese werden pauschal mit 65 Prozent der Gesamtkosten berücksichtigt.
- Für eine Brauchwasserwärmepumpe, die in Verbindung mit einer Wärmepumpe für die Heizung installiert wird, erhalten Sie auch die Förderung, wenn sie keine Raumluft aus dem erwärmten Bereich als Wärmequelle nutzt.
Zum Einbau einer Wärmepumpe gehört die Optimierung des gesamten Heizungsverteilsystems mit einem hydraulischen Abgleich. Gemeinsam mit den anderen Dokumenten müssen Sie den Nachweis nach Verfahren B mit dem Formular des VdZ bei der KfW einreichen.
Förderfähige Wärmepumpen benötigen eine digitale Schnittstelle für die netzorientierte Steuerung nach § 14a EnWG. Beim Antrag müssen Sie die Beauftragung des Einbaus eines Smart-Meters (intelligentes Messsystem) beim Messstellenbetreiber nachweisen.
Welche Wärmepumpen werden 2026 gefördert?
Bei der BAFA finden Sie eine Liste der förderfähigen Wärmepumpen. Diese erfüllen die Anforderungen, wie sie in der Anlage der Richtlinie für die Bundesförderung für effiziente Gebäude bezüglich der Energieeffizienz, Netzdienlichkeit, Kältemittel, Geräuschemissionen und Qualitätssicherung vorgegeben werden.
Weitere Förderangebote für Wärmepumpen
Abhängig von Ihrem Wohnort können Sie neben der Förderung durch die KfW eventuell noch regionale Förderprogramme des Bundeslandes oder der Kommune in Anspruch nehmen. Diese bieten teilweise zinsgünstige Kredite oder Tilgungszuschüsse an. Dabei sollten Sie beachten, ob die zusätzliche Förderung mit der Förderung durch die KfW kombiniert werden kann.
Einige regionale Programme verlangen den Verzicht auf den Klimageschwindigkeits- oder Einkommensbonus. Dazu gehört z. B. die Förderung über die Hamburger Investitions- und Förderbank IFB. Diese gewährt einen Zuschuss von 20 % der Investition, maximal jedoch 9.000 Euro je Einfamilienhaus.
In Nordrhein-Westfalen erhalten Sie eine Förderung für die Tiefenbohrung einer Sonde für die Nutzung der Erdwärme in einer Wärmepumpe ab drei Wohneinheiten. Sachsen fördert die Investition in Erdwärmepumpen für Wohngebäude ab drei Wohneinheiten.
Beachten Sie, dass bei einer Kombination mit anderen Förderangeboten aus öffentlichen Mitteln, nach Angaben der Förderrichtlinien des BMWE, maximal 60 Prozent der Ausgaben gefördert werden dürfen.
Fazit
Die Förderung einer Wärmepumpe als Ersatz für Ihre alte Heizung bleibt attraktiv. Aber künftig werden die Förderquoten mit jedem halben Jahr geringer. Wer länger wartet, muss mit einer geringeren Förderung rechnen. Ein Wechsel der Heizung im Jahr 2026 lohnt sich für Sie und für das Klima.





